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Die Macht des Handels
Lübeck als bedeutendster Handelsplatz im ganzen Ostseeraum
Die Macht des Handels
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Lübecks Position im Zentrum der nordeuropäischen Handelswege machten die Stadt zur Königin der Hanse - das Holstentor ist ihr Wahrzeichen. In der Ausstellung wird man in die Wirkungsstätten des Fernhandelskaufmanns sowie in die Geschichte der Stadt, in ihre Topografie und Architektur eingeführt. Daneben beleuchtet sie die Seefahrt, das Marktgeschehen und das Recht im Mittelalter. Das Museum regt zum Entdecken und Erforschen an: Die gehandelten Waren kann man riechen, man kann den Bürgermeister hören, wie er auf dem mittelalterlichen Markt Recht spricht, das historische Lübeck wird im Film und im großen Stadtmodell vorgestellt, Schiffsmodelle und nautische Geräte zeigen den Kaufmann auf großer Fahrt. Und auch die Strafrechtsinstrumente der mittelalterlichen Rechtsprechung, von der Streckbank bis zum Keuschheitsgürtel, werden gezeigt.

Die Macht des Handels

Die 2003 neu konzipierte Ausstellung im Innern zeigt zum Thema „Die Macht des Handels" sieben spannnende Themenräume, bei denen verschiedene Installationen das aktive Handeln des Besuchers erfordern und interessante Entdeckungen parat halten:
Der erste Raum befasst sich mit dem europaweiten Außenhandel zur Zeit der Hanse, gefolgt von einer Darstellung des lokalen Handels innerhalb der Hansestadt.

Das alte Lübecker Stadtmodell präsentiert den Prototypen einer ausschließlich aus Backsteinen errichteten Hansestadt, der zum Vorbild vieler anderer Städte des Ostseeraums wurde.

Die Geschichte des Holstentors und seine Einbindung in eine gewaltige Verteidigungsanlage sowie die Entwicklung dieses Gebäudes von einem Wahr- zu einem Warenzeichen ist das nächste Thema dieses Rundgangs. Anhand von spätmittelalterlichen Folterinstrumenten wie einer Streckbank, einem Brenneisen, einem Richtstuhl und einem Spanischen Mantel werden im letzten Raum historische Rechtsinstrumente präsentiert, die damals für die „peinliche (= schmerzhafte) Befragung" zur Verfügung standen.